Sonntag, 19. November 2017
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eiko_icon Dachstuhlbrand


Einsatzkategorie: Brandeinsatz > Gewerbebetrieb
Zugriffe: 2517
Einsatzort Details:

Kentheim, B463
Datum: 16.09.2016
Alarmierungszeit: 03:16 Uhr
Alarmierungsart: Meldeempfänger
eingesetzte Kräfte :

Feuerwehr Calw Abteilung Calw
Feuerwehr Calw Abteilung Hirsau
Feuerwehr Calw Abteilung Stammheim
Feuerwehr Bad-Teinach-Zavelstein
    Feuerwehr Bad-Teinach-Zavelstein, Abteilung Zavelstein
      Feuerwehr Schömberg
        Fahrzeugaufgebot   KdoW I  Vorausrüstwagen  Löschgruppenfahrzeug 16/12-1  DLK 23-12  Drehleiter 16-4  Tanklöschfahrzeug 24/50  Löschgruppenfahrzeug 16/12-2  Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz  Gerätewagen Transport  Einsatzleitwagen 2  MTW Abt. Calw I  LF 8 Abt. Hirsau  MTW Abt. Hirsau  LF 16 Abt. Stammheim  LF 8 Abt. Stammheim  MTW Abt. Stammheim

        Einsatzbericht :

        Bereits während der Anfahrt konnten eine Rauchsäule und beim Näherkommen auch Feuerschein wahrgenommen werden. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle befand sich die Feuerwehr Bad Teinach Zavelstein bereits an der Einsatzstelle und im Aufbau eines Innenangriffs über die rechte Gebäudeseite – später Einsatzabschnitt 1. Der Einsatzleiter wurde durch den Kommandanten der Feuerwehr Bad Teinach Zavelstein in die Lage eingewiesen.
        Die Drehleiter der Feuerwehr Calw wurde ebenfalls auf dem Platz an der rechten Gebäudeseite in Stellung gebracht, um über einen Außenangriff eine Riegelstellung zum vorgelagerten Gebäude sowie zum Wald herzustellen. Die Wasserversorgung der Drehleiter wurde durch Wasserentnahme aus dem Bach, mittels einer Tragkraftspritze der Feuerwehr Bad Teinach Zavelstein und über das LF 1/44-1 aus Calw sichergestellt.
        Zwei Zugführer der Abteilung Calw bekamen den Auftrag, das Gebäude nach einem zweiten Zugangsweg für einen Innenangriff von der linken Gebäudeseite aus, zu erkunden.
        Zur Besetzung der Zentrale im Feuerwehrhaus Calw wurde um 03:43 Uhr die Abteilung Hirsau alarmiert. Zur Sicherstellung des Atemschutzeinsatzes wurde zu dieser Zeit auch der GW-AS aus Calw alarmiert.
        Die Abteilung Calw-Stammheim wurde um 03:38 Uhr alarmiert und traf um 03:50 Uhr an der Einsatzstelle ein. Zur Herstellung einer zweiten, äußeren Riegelstellung, wurde um 03:50 Uhr die Drehleiter der Feuerwehr Schömberg alarmiert. Diese traf um 04:14 Uhr, zusammen mit dem ELW 1 der Feuerwehr Schömberg, an der Einsatzstelle ein. Die Drehleiterbesatzung aus Schömberg bekam den Auftrag, eine Riegelstellung zum links neben dem Brandort befindlichen Gebäudeteil und dem dahinterliegenden Wald aufzubauen. Die Wasserversorgung für diese Drehleiter wurde über das TLF 24/50 der Feuerwehr Calw, aus der Nagold hergestellt.
        Um 03:41 Uhr befanden sich zwei Trupps der Feuerwehr Bad Teinach Zavelstein unter Atemschutz im Innenangriff, die Drehleiter aus Calw hielt die vorher beschriebene Riegelstellung.
        Der Oberbürgermeister der Stadt Calw wurde um 03:56 Uhr verständigt und macht sich auf den Weg zur Einsatzstelle.
        Um 04:06 Uhr wurde der 2. Einsatzabschnitt Brandbekämpfung gebildet. Die Abteilung Stammheim begann mit dem Innenangriff über das mittlere Treppenhaus.
        Die Besatzung des ELW 1 der Feuerwehr Schömberg bekam durch den Einsatzleiter den Auftrag, eine Lagekarte zu erstellen und die Stärke der an der Einsatzstelle befindlichen Feuerwehren darzustellen.
        Des Weiteren wurde über diesen ELW 1 ein Mitarbeiter des BOA Calw verständigt, der Baupläne der alten Baumwollspinnerei herausgab. Diese Zeichnungen wurden zu einem späteren Zeitpunkt zur Einsatzstelle gebracht.
        Auf Grund der Lage wurde um 04:17 Uhr der ELW 2 aus Calw alarmiert. Zu diesem Zeitpunkt war nicht sicher, ob im Feuerwehrhaus Calw Personal für den ELW 2 zur Verfügung stand.
        Um 04:26 Uhr befanden sich vier Trupps unter Atemschutz im Innenangriff, über die Drehleitern aus Calw und Schömberg wurden die vorher beschriebenen Riegelstellungen aufrechterhalten.
        Ein Zugführer der Abteilung Calw wurde als Abschnittsleiter Atemschutz eingeteilt. Der Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Calw traf an der Einsatzstelle ein. Das DRK Calw wurde mit der Einsatzstellenverpflegung beauftragt.

        Um 04:30 Uhr wurde die 1. Lagebesprechung am ELW 1 der Feuerwehr Schömberg durchgeführt.
        Ergebnis der 1. Lagebesprechung: Die Brandbekämpfung wird wie bisher durchgeführt. Es wurde eine Funkkanaltrennung vorgenommen wird. Der Abschnitt Atemschutz blieb auf dem Kanal 50, allen anderen Einsatzkräften wurde der Kanal 53 zugewiesen. Der Einsatzleiter bekam ein weiteres 2-m-Funkgerät, über welches er nur für den ELW 1 erreichbar war. Der Eigentümer der alten Baumwollspinnerei sowie die Mieter, der in der alten Baumwollspinnerei betriebenen Firmen, sollen zur Einsatzstelle kommen. Die nächste Lagebesprechung wurde für 05:30 Uhr vorgesehen.

        2. Lagebesprechung um 05:35 – Brand unter Kontrolle
        Ergebnis der 2. Lagebesprechung: Die Feuerwehr Bad Teinach Zavelstein wird ausgelöst. Der Abschnitt wird an die Abteilung Calw übergeben.
        Beim Aussteigen aus dem ELW 2 verletzte sich ein Feuerwehrangehöriger und wurde in das Krankenhaus Calw transportiert. Die nächste Lagebesprechung wurde für 06:45 Uhr festgesetzt.

        3. Lagebesprechung um 06:45 Uhr - Ergebnis:
        Die Drehleiter und der ELW 1 aus Schömberg werden ausgelöst und rücken ein. Die Drehleiter aus Calw wird zurückgenommen und geht an der Einsatzstelle in Bereitstellung. Die Übergabe des EA 1 ist fast vollzogen. Das DRK Calw kann einrücken. Die nächste Lagebesprechung wurde für 08:00 Uhr festgesetzt.

        Nach der Lagebesprechung wurde ein Gespräch mit den Vertretern der betroffenen Firmen geführt. Zu diesem Zeitpunkt konnte zur Brandursache noch keine Aussage getroffen werden.
        Die Feuerwehr Bad Teinach Zavelstein meldete sich um 07:30 Uhr bei der Einsatzleitung ab. Die Kameraden der Feuerwehr Schömberg verließen kurze Zeit später die Einsatzstelle. Der Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Calw verlies die Einsatzstelle.

        4. Lagebesprechung um 08:00 Uhr - Ergebnis:
        Es sind nur noch Nachlöscharbeiten erforderlich. Die Einsatzstelle sowie die Lüftungsanlage wurden mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Es konnte keine ungewöhnlich hohen Temperaturen festgestellt werden. Verbleibende Einsatzzeit etwa 45 Minuten. Für die erforderlichen Nachkontrollen der Einsatzstelle werden zwei Schlauchleitungen verlegt und verbleiben bis auf weiteres an der Einsatzstelle. Durch die Polizei wurde mitgeteilt, dass eine fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung nicht auszuschließen ist. Die Einsatzstelle wird als Tatort deklariert.

        Einsatzende um 09:35 Uhr; Einsatzstelle an Polizei übergeben; Einsatzstellenkontrolle um 11:30 Uhr. Fahrzeuge rücken ein und werden im Feuerwehrhaus Calw einsatzbereit gemacht. Die Einsatzstelle ist bis zum Abschluss der Ermittlungen als Tatort zu betrachten.

        Zusammenfassung:
        Es brannte ein Dachstuhl auf einer Fläche von etwa 900 m². Insgesamt waren 105 Einsatzkräfte von drei Feuerwehren mit 20 Fahrzeugen, sowie das DRK Calw mit 5 Fahrzeugen und 14 Einsatzkräften an dem Einsatz beteiligt. Im Innenangriff wurden sechs Trupps unter Atemschutz eingesetzt, 1 Feuerwehrmann mit Atemschutz kam über die Drehleiter Calw zum Einsatz. Es standen drei Sicherheitstrupps in Bereitstellung. Ein Feuerwehrangehöriger verletzte sich am Fuß, zwei Überjacken und 1 Paar Handschuhe wurden bei dem Einsatz beschädigt und mussten ersetzt werden.

        Einsatzstellenkontrolle um 11:30 Uhr

        Die Einsatzstelle wurde begangen. Dabei stellte sich heraus, dass noch umfangreiche Nachlöscharbeiten durchgeführt werden mussten. Zur Unterstützung wurde das LF 5/44 zur Einsatzstelle befohlen. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis 13:50 Uhr. Einsatzende war um 15:00 Uhr. Im Rahmen der Nachlöscharbeiten wurde ein Trupp unter Pressluftatmer eingesetzt.
        Zum Zeitpunkt der Einsatzstellenkontrolle war die Kripo noch immer mit der Brandursachenermittlung beschäftigt. Mit einem Suchhund wurde die Einsatzstelle nach Brandbeschleunigern abgesucht.